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Es wird einem nicht langweilig wenn man ein Theo ist.
Ich erzähle euch von einem Haufen abgefahrener Russen, die ich letztes Jahr
in Novosibirsk aufgegabelt habe und die gerade in diesem Augenblick
irgendwo zwischen Novosibirsk und Bonn herumirren.
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Sommer 2007 kam in Deutschland verregnet daher. Deswegen packte ich meine Sachen und fuhr dahin, wo der Sommer so richtig heiß ist – Sibirien. 40 Grad im Schatten, 40 Grad im Glas, billige Nutten, freie Waffen und Clubs, die einem zu Füßen liegen, nur weil man ein Ausländer ist. Total dekadent, aber – ist mir egal, solange es kein Traum ist.
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Wo und wie ich die Jungs von „Degenerator“ traf – daran habe ich leider keine Erinnerung mehr. Ich glaube das war im heruntergekommenen Klub „Streunender Hund“. Zumindest ist es meine erste rekonstruierbare Assoziation mit der Band.
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Die Leute in Novosibirsk sagen: wenn du säufst, dann tue es sofort nach dem Aufstehen – hast du vormittags gesoffen, bist du den ganzen Tag frei! Diese Weisheit funktioniert erfahrungsgemäß auch in unseren Breitenkreisen.
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Ich fand „Degenerator“ abgefahren, trank mit ihnen auf Bruderschaft und wir unterschrieben eine beidseitige Verpflichtung – ich unterschrieb, dass ich ihnen ein Konzert in Deutschland organisiere und sie unterschrieben, dass sie auch wirklich kommen. Unglaublich, aber wahr – Vorgestern habe ich einen Brief von Ihnen bekommen. Da steht drin, dass sie schon per Anhalter aus Novosibirsk losgefahren sind. Der Brief war allerdings drei Monate unterwegs.
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„Degenerator“ sind unterwegs!
Wann sie kommen weiß ich nicht, aber ich glaube ganz fest daran, dass sie es schaffen!
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